Neuerlicher Zwangsrückruf bei Daimler (GLK 220 CDI)

Es sieht so aus, dass der Dieselskandal für Daimler noch lange nicht vorbei ist. Am Freitag (21.06.2019) hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) einen Rückruf für 60 000 Mercedes-Diesel angeordnet. Diese Fahrzeuge sollen eine illegale Abschalteinrichtung verbaut haben, durch die sie auf dem Prüfstand weniger Schadstoffe ausstoßen als im realen Straßenverkehr. Der Kühlmittelkreislauf soll den Motor künstlich kälter gehalten haben, wodurch die Stickoxid-Werte im Labor unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte geblieben sind. Im Straßenbetrieb soll die Funktion dagegen deaktiviert und der Schadstoffausstoß pro Kilometer deutlich überschritten worden sein.Betroffen sind Geländewagen des Modells GLK 220 CDI, die zwischen 2012 und 2015 gebaut wurden.

 

Zudem hat das KBA hat seine Untersuchungen bereits auf weitere Modelle ausgeweitet. Laut Presseberichten hat das Bundesverkehrsministerium bestätigt, dass das KBA die Ermittlungen gegen Daimler ausgeweitet hat, weil sich die angebliche Betrugssoftware noch in vielen weiteren Modellen befinden könnte. Der jetzt vom Rückruf betroffene Dieselmotor kommt von der A-Klasse bis zur S-Klasse zum Einsatz und wird selbst bei leichten Nutzfahrzeugen verbaut. Daneben ist auch der Motor mit der Bezeichnung OM642 ins Visier der Ermittler geraten, der unter anderem in der C- und E-Klasse verbaut wurde. Sollte das KBA auch bei diesen Modellen fündig werden, droht Daimler ein Rückruf von mehreren hunderttausend Fahrzeugen.

 

Gerne prüfen wir für Sie kostenfrei, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist und zeigen Ihnen Ihre Rechte auf.

 

Bildnachweis: magdal3na – fotolia.com