Dieselskandal: Mehrere neue Urteile gegen die Daimler AG

Gute Nachrichten für Betroffene des „Dieselskandals“. Diverse Landgerichte haben aktuell verbraucherfreundliche Urteile gegen die Daimler AG erlassen. Der Hersteller wurde verpflichtet die manipulierten fahrzeuge zurückzunehmen und den Kunden den gezahlten Kaufpreis zu erstatten. Ein kleiner Überblick über aktuelle Entscheidungen.

 

Folgende, nicht nur für betroffene Halter eines Mercedes-Benz, erfreuliche Urteile bzw. Hinweisbeschlüsse sind aktuell ergangen:

  

Landgericht Hanau, Urteil vom 07.06.2018, Aktenzeichen: 9 O 76/18

Das Gericht entschied, dass die Daimler AG das manipulierte Fahrzeug (Mercedes Vito) wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) zurücknehmen und den Kaufpreis in Höhe von 59.500,00 Euro abzüglich einer Nutzungsentschädigung für mit dem Wagen gefahrene Kilometer erstatten muss.

Landgericht Karlsruhe, Urteil vom 05.06.2018, Aktenzeichen: 18 O 24/18

Auch in diesem Fall entschied das Gericht, dass die Daimler AG das manipulierte Fahrzeug (Mercedes-Benz C200 d T-Modell) wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung für bereits gefahrene Kilometer erstatten muss.

Landgericht Münster, Hinweisbeschluss vom 21.11.2017, Aktenzeichen: 04 O 68/17

Das Gericht hält die detaillierte Darstellung des Klägers mit Verweis auf die Ergebnisse der Untersuchungskommission „Volkswagen“, wonach die Motorsteuerung die Abgasreinigung unzulässig abschaltet, für überzeugend. Die Daimler AG sei daher in der Pflicht zu erklären, wieso die Motorsteuerung gleichwohl korrekt sei. Es geht um einen Mercedes V 250 Bluetec Avantgarde Edition.

 

 

 

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