Widerruf von Autokredit- und Leasingverträgen

Für Verbraucher bietet sich die Möglichkeit dem Diesel-Dilemma zu entkommen, indem Autokredit oder Leasingvertrag widerrufen werden. Bei erfolgreichem Widerruf ist die Rückabwicklung der Verträge zu hervorragenden Konditionen möglich.

Vermehrt stellen Gerichte deutschlandweit fest, dass die Widerrufsbelehrungen der Herstellerbanken unzutreffend sind und die Verbraucher bspw. nicht ordnungsgemäß über deren Kündigungsrechte informieren. In der Folge läuft die 2-wöchige Widerrufsfrist aus diesen Verträgen nach Ansicht der Gerichte nicht ab. Verbraucher können also noch lange nach Abschluss der Verträge den Widerruf erklären.

In der Folge sind die Verträge rückabzuwickeln und die Verbraucher erhalten gegen Rückgabe des Fahrzeugs alle geleisteten Zahlungen (bspw. Anzahlung und Raten) zurück. Im Gegenzug müssen die Verbraucher Ersatz für die Nutzung des Fahrzeugs leisten. Dieser Nutzungsersatz ist aber üblicherweise gering. Die Gerichte gehen zumeist von einer Lebenslaufleistung von 250.000 km aus. Wer sein Fahrzeug also nur in üblichem Umfang nutzt, hat nur einen sehr geringen Nutzungsersatz zu leisten.

Verbraucher, die ihr Fahrzeug finanziert oder geleast haben, sollten daher dringend ihre Kredit- bzw. Leasingverträge überprüfen lassen. Über den „Widerrufsjoker“ lässt sich somit womöglich zu hervorragenden Konditionen ein Ausweg aus dem Diesel-Dilemma finden. Das betroffene Fahrzeug kann gegen Rückerstattung der geleisteten Zahlungen (Anzahlung und Raten) zurückgegeben werden. Der zu leistenden Nutzungsersatz für die Nutzung des Fahrzeugs fällt zumeist gering aus, da die Gerichte überwiegend von Laufleistungen von 250.000 km für das gesamte Fahrzeugleben ausgehen. Wer sein Fahrzeug also nur durchschnittlich nutzt, hat somit nur geringen Nutzungsersatz zu leisten.
 
 
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